Waschen und Spannen

Maschenprobe einfach erklärt: - so machst du es richtig

Écrit par : Rabea

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Temps de lecture 6 min

Alles beginnt mit der Maschenprobe! Warum diese so wichtig ist und wie du sie richtig machst und Fehler vermeidest erfährst du in diesem Beitrag.


Dazu bekommst du noch ein Gratis PDF für Hangtags zum Ausdrucken, um deine Maschenproben nie wieder zu verwechseln und alle nötigen Angaben direkt festzuhalten.

Erfahre in meinem Beitrag alles, was du zum Thema Maschenprobe und wie du es richtig machst!


Darauf solltest Du achten:

  • lies dir die Angaben zur Maschenprobe deines Projekts genau durch und verwende die passende Nadel

  • achte darauf, die angegebene Technik zu übernehmen wie etwa zweifädig, glatt rechts oder im Muster

  • wasche und spanne deine Maschenprobe bevor du diese misst

  • was kannst du tun, wenn deine Maschenprobe nicht stimmt


"Mein Tipp: Mein schöner Hangtag für deine Maschenprobe ist schnell gedruckt - hier kannst du alle Informationen festhalten."

Rabea

Maschenprobe - was ist das überhaupt?

Die Maschenprobe ist das Teststück für dein fertiges Projekt. Du fertigst sie vorab an und testest mit ihrer Hilfe, ob du die für dich richtige Nadel verwendest damit dein Projekt auch die korrekten Maße hat wenn es fertig ist.


Stricken ist super individuell, jeder strickt ein bisschen anders, vielleicht etwas fester oder sehr locker. Deshalb ist es so wichtig, eine Maschenprobe anzufertigen, um sicherzugehen, dass die Projektangaben auch für dich passen.


Wenn deine Maschenprobe richtig ist, dann wird auch dein fertiges Strickstück genau passen - dehalb ist die Probe unglaublich wichtig!

Wie erstelle ich eine Maschenprobe?

Die Angaben zur Maschenprobe sind in jeder Anleitung enthalten. Bei Projekten wie Pullovern oder Shirts ist die Probe deshalb besonders wichtig, weil es entscheidend ist, dass dein Strickstück die richtigen Maße hat und dir somit auch passt. Bei anderen Projekten wie Tüchern oder Schals ist die Maschenprobe vielleicht nicht für die Passform wichtig, dafür aber für das Strickbild und die Haptik - deshalb solltest du immer eine Maschenprobe stricken.


Die Angaben zur Maschenprobe entnimmst du der Anleitung. Hier ist es besonders wichtig auf folgende Punkte zu achten:


  • Nadelstärke: verwende unbedingt die angegebene Nadelstärke um eine aussagekräftige Maschenprobe zu erhalten
  • Garn: verwende das richtige Garn und achte darauf, ob du es mehrfädig oder einfädig verarbeiten sollst
  • Muster: stricke genau wie angegeben entweder im Muster oder glatt rechts
  • Maschenanzahl: nimm die angegebene Anzahl Maschen auf und addiere je Seite eine Randmasche um deine Probe besser messen zu können
  • Waschen und Spannen: du solltest deine Maschenprobe vor dem Messen unbedingt Waschen und Spannen um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten

So strickst du deine Maschenprobe richtig

Die richtige Größe der Maschenprobe

Meist sind Maschenproben von 10 x 10 cm angegeben. Ich empfehle dir, mindestens je Seite eine Randmasche zu addieren, damit du deine Probe auch richtig messen kannst.


Nimm nun dein Garn und die richtige Nadel und nimm die angegebenen Maschen auf zuzüglich 2 Randmaschen.


Nun strickst du wie angegeben glatt rechts oder im Muster in Reihen bis du mindestens 10 cm erreicht hast. Anschließend kettest du die Maschen ab - und schon ist deine Maschenprobe fertig!

Strickstück direkt nach dem Waschen

Maschenprobe waschen

Am besten misst du deine Maschenprobe auch vor dem Waschen einmal, damit du eine Veränderung durch den Waschgang auch gut einschätzen und festhalten kannst.


Du solltest in jedem Fall deine Maschenprobe dann waschen. Achte darauf, die Probe in gleicher Weise zu waschen, wie du dein Strickstück später auch waschen wirst. 

Nach dem Waschen solltest du deine Probe Spannen und trocknen lassen. 


Maschenprobe messen - Schritt für Schritt

Nun ist deine Maschenprobe bereit zum Messen!

Du legst deine Probe glatt hin und misst sowohl die Breite als auch die Länge. Achte darauf, nicht bis ganz zum Rand zu messen, da wir ja eine Randmasche hinzugefügt haben.

Tipp: um die Maschen richtig zu zählen kannst du eine kurze Nadel zur Hilfe nehmen und beim Zählen immer von Masche zu Masche mitgehen und einstechen.


Wichtig ist vor allem die Breite, da diese deine Passform beeinflusst und nicht mehr während des Projekts angepasst werden kann. In den meisten Fällen ist die Länge nicht so wichtig, da diese durch einfaches Hinzufügen von mehr Reihen oder weglassen einiger Reihen ganz einfach geändert werden kann.

Hangtag für deine Maschenprobe

Sehr wichtig ist für mich das richtige Archivieren meiner Maschenproben. Die kleinen Stücke sind schöne Erinnerungen und praktische Hilfsmittel. Da ich oft noch einmal das gleiche Garn stricke, habe ich durch meine archivierten Maschenproben schon eine Angabe, auf die ich zurückgreifen kann und muss nicht immer wieder die gleichen Proben stricken.

Ich notiere alle Angaben auf ein Hangtag, das ich ausdrucke und beschrifte. Für euch habe ich gratis ein PDF erstellt, mit welchem ihr ganz einfach eure Maschenproben bezeichnen und so ein wunderschönes Archiv von zauberhaften kleinen Maschenproben anlegen könnt.


So hast du alle wichtigen Angaben wie Muster, Garn und Nadelstärke direkt an deiner Maschenprobe und kannst auch weitergehende Notizen und Erinnerungen festhalten.

Was tun, wenn die Maschenprobe nicht stimmt?

Sollte deine Maschenprobe nicht den Angaben entsprechen ist das gar nicht so schlimm. Hier zeige ich dir einfache Lösungen auf, damit du dennoch dein Traumprojekt perfekt fertigstellen kannst!


Zu viele Maschen:

Wenn du zu viele Maschen hast, strickst du eher fest und solltest eine größere Nadel verwenden. Am besten steigerst du deine Nadel in 0,5 mm Schritten, bis das Ergebnis stimmt.


Zu wenige Maschen:

Wenn du zu wenige Maschen erzielst, strickst du eher locker und solltest eine kleinere Nadel ausprobieren. Am besten reduzierst du die Nadel in 0,5 mm Schritten, bis das Ergebnis stimmt.


Wenn du die Nadel nicht wechseln möchtest:

Wenn du die Nadel nicht wechseln möchtest, weil dir das Maschenbild super gefällt und es mit einer anderen Nadel nicht so schön aussehen würde, kannst du auch probieren, eine andere Größe zu stricken.

Achte hier darauf, dass die Maschenprobe etwa im gleichen Verhältnis abweichen sollte wie die neue Größe. Wenn deine Maschenprobe etwa um 10% abweicht, kannst du eine ebenfalls um 10% abweichende Größe stricken.

Merke dir hierfür:

  • wenn du zu viele Maschen hast (eher fest strickst), solltest du auf eine größere Größe deines Strickstücks ausweichen indem du zum Beispiel Größe L statt Größe M strickst

  • wenn du zu wenig Maschen hast (eher locker strickst), musst du eher auf eine kleinere Größe deines Strickstücks ausweichen indem du zum Beispiel Größe S statt Größe M strickst

Häufige Fehler bei der Maschenprobe

Diese Fehler solltest du vermeiden, da sie oft zu fehlerhaften Maschenproben führen:

  • zu kleine Probe gestrickt - lieber etwas mehr Maschen, diese kannst du immer besser messen
  • nicht gewaschen und gespannt - immer waschen und spannen, damit deine Probe genau wie dein späteres Strickstück wird
  • falsches Muster - immer auf das richtige angegebene Muster achten, auch Farbmuster oder Strukturmuster genau wie später im Projekt stricken
  • nur die Breite beachtet - nicht nur die Maschen der Breite sondern auch die Maschen der Länge zählen, auch wenn diese oft einfacher anzupassen sind
  • zu ungenau gemessen - versuch so präzise wie möglich zu messen und verwende gerne auch einen Zählrahmen

Tipp: lade dir das Gratis Hangtag herunter und bezeichne deine Maschenproben genau, so kannst du immer wieder darauf zurückgreifen und hast zudem eine schöne Erinnerung

Nützliches Zubehör für deine Maschenprobe

Mit diesen kleinen Helferlein wird deine Maschenprobe ganz einfach. Diese schönen Maßbänder liegen super in der Hand und sind praktisch, haltbar und langlebig. Mit den Zählrahmen kannst du deine Maschenprobe noch einfacher bestimmen.

Fazit


Deine Maschenprobe ist ein super wichtiger Teil deines Projekts, sie ist Ausblick und Test und gewährt dir die Sicherheit, dass dein Strickstück genau passen wird.


Für ein perfekt passendes Traumstück lohnt es sich in jedem Fall eine schöne Maschenprobe zu stricken. 


Wenn du meine Tipps befolgst wird deine Probe richtig Spaß machen und wenn du die Maschenprobe mit meinem hübschen Hangtag versiehst, baust du dir dein eigenes kleines Archiv, auf das du immer wieder zurückgreifen kannst und das dir bezaubernde Erinnerungen an deine Projekte ermöglicht.


Rabea von gute-garne.de

Beitrag von Rabea

Ich bin Rabea, eigentlich Architektin und leidenschaftliche Strickerin. Seit 2023 widme ich mich zusammen mit meinem Mann Christoph voll und ganz unserem Onlineshop.